Arbeitsschutzkoordination für Arbeiten auf kontaminierten Standorten


Bei Arbeiten auf kontaminierten Standorten können für die dort Beschäftigten besondere gesundheitliche Gefahren auftreten. Dies gilt sowohl für Bauarbeiten, insbesondere Aushubarbeiten, als auch für Abbrucharbeiten. Diesem Umstand hat die Berufsgenossenschaft mit den „Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in kontaminierten Bereichen“ (Regelwerk ZH 1/183) von 1997 Rechnung getragen.

Als kontaminierte Bereiche gelten:
  • Altstandorte
  • Altablagerungen
  • Deponien
bei denen mit dem Auftreten gesundheitsgefährdender Gefahrstoffe in Boden, Wasser oder Abbruch zu rechnen ist.



Tunnelbaustelle im Bereich eines Mineralölschadens.
Mitarbeiter mit persönlicher Schuitzausrüstung, Raupe mit gekapselter Kabine.


1. Arbeitsschutzkoordination

Bei Arbeiten in kontaminierten Bereichen, die von mehreren Auftragnehmern oder Subunternehmern durchgeführt werden, hat der Auftraggeber zur Vermeidung möglicher gegenseitiger Gefährdungen sowie zur sicherheitstechnischen Überwachung der verschiedenen Arbeiten, insbesondere im Hinblick auf Gefahrstoffe, einen fachkundigen Koordinator schriftlich zu bestellen.


2. Begleitung

Bei Arbeiten in kontaminierten Bereichen hat der Auftragnehmer einen fachlich geeigneten Bauleiter zu bestimmen, der mit den besonderen Gefahren vertraut sein muss. Alternativ muss ein Sachkundiger bestellt werden, der den örtlichen Bauleiter für die besonderen Aufgaben durch Gefahrstoffe fachlich unterstützt.


3. Aufsicht

Arbeiten in kontaminierten Bereichen müssen durch einen fachlich qualifizierten Aufsichtsführenden beaufsichtigt werden.

Für Arbeitsschutzkoordination, Begleitung und Aufsicht kommen nur Personen in Frage, die ihre besondere Sachkenntnis nachgewiesen haben.

Die Tätigkeit des Arbeitsschutzkoordinators umfasst insbesondere folgende Arbeiten:
  • Beratung von Auftraggeber und Auftragnehmer hinsichtlich notwendiger Schutzmaßnahmen, Koordination der Maßnahmen mit der TBG
  • Erstellen eines Arbeits- und Sicherheitsplans
  • Einweisung des Baustellenpersonals
  • Messtechnische Überwachung der Arbeitsplätze
  • ggfs. Emissionsschutzmessungen
  • Überwachung der Einhaltung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen
  • Dokumentation der Maßnahmen


Das Ingenieurbüro Henke und Partner GmbH verfügt über die notwendige personelle und gerätetechnische Ausstattung zur Durchführung der oben genannten Aufgaben.

Die Anforderungen bei Asbestsanierungen sind nicht Gegenstand der genannten Regelungen.


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